European Legal Studies Institute (ELSI)


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Habilitand erhält Ruf der Europa-Universität Viadrina

ELSI verabschiedet Dr. Arkadiusz Wudarski nach Frankfurt (Oder)

Wenngleich es den Verlust eines hochqualifizierten Rechtswissenschaftlers bedeutet, freut sich das European Legal Studies Institute, dass Dr. Arkadiusz Wudarski einen Ruf der Europa-Universität Viadriana Frankfurt (Oder) erhalten und angenommen hat. Der damit zum Professor aufgestiegene Habilitand von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar hat das Institut zum aktuellen Wintersemester verlassen und ist dort nun Inhaber des Lehrstuhls für polnisches Zivilrecht. Prof. Dr. Arkadiusz Wudarski

Am ELSI arbeitete der gebürtige Pole seit 2008 im Rahmen seiner Habilitation sowie eines Forschungsstipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung. Während seiner Zeit in Osnabrück hielt er die Vorlesung "Einführung in das polnische Privatrecht", verfasste zahlreiche Aufsätze und war unter anderem Herausgeber einer Festschrift für Prof. Stanislawa Kalus sowie Verantwortlicher, Ideengeber und Organisator für die kürzlich am Institut ausgerichtete deutsch-polnische Juristentagung "Deutschland und Polen in der europäischen Rechtsgemeinschaft".

Arkadiusz Wudarski ist ein typischer Grenzgänger und Vermittler zwischen europäischen Rechtskulturen. Er studierte Rechtswissenschaften in Polen, teilweise auch in Österreich und promovierte 2005 summa cum laude an der Universität Hamburg bei Professor Peter Mankowski zum Thema "Der Pfandbrief und sein Treuhänder - eine rechtsvergleichende Untersuchung zum polnischen und deutschen Recht".

Außerdem hat er Magisterabschlüsse in Berufsberatung, deutscher Philologie und Erziehungswissenschaften erlangt und wurde darüber hinaus unter anderem Experte der Gesellschaft vereidigter Übersetzer und Fachübersetzer (TEPIS) für die deutsche Sprache. Neben einer durchaus facettenreichen und vielfach preisgekrönten akademischen Karriere erzielte der ehemalige Promotionsstipendiat der Konrad Adenauer-Stiftung auch diverse sportliche Erfolge als Karateka, war sogar zwischenzeitlich Teil der polnischen Nationalmannschaft, und mehrfacher Marathon-Teilnehmer.

Akademisch beschäftigt er sich derzeit auch im Rahmen seiner Habilitationsschrift mit der Rechtsvergleichung zwischen Deutschland und Polen im Rahmen des Sachenrechts, insbesondere des Immobiliarsachenrechts.

Das Institut und seine Mitarbeiter sind daher stolz, einen derart vielfältig begabten Menschen und überzeugten Europäer für einige Zeit bei sich gehabt zu haben. Wir wünschen Prof. Wudarski alles Gute und weiterhin viel Erfolg in Frankfurt an der Oder.

Deutsch-lusitanische Jahrestagung am ELSI

RathausDas European Legal Studies Institute freut sich, Gastgeber der diesjährigen deutsch-lusitanischen Jahrestagung zu sein. Am 12. und 13. November treffen sich renommierte Rechtswissenschaftler und talentierte Nachwuchswissenschaftler aus deutsch- und portugiesisch-sprachigen Ländern auf Einladung von Prof. Dr. Schmidt-Kessel bereits zum 20. Mal. Somit setzt das ELSI eine schöne Tradition fort, die von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Erik Jayme initiiert und zuletzt in der brasilianischen Hauptstadt Brasília von Prof. Dr. Gilmar Mendes, Präsident und Richter am brasilianischen Verfassungsgerichtshof und Prof. Dr. Cláudia Lima Marques (Porto Alegre) ausgetragen wurde. Das ELSI leistet seit Jahren einen wichtigen Beitrag für die Vertiefung der rechtswissenschaftlichen Beziehung zwischen deutsch- und portugiesisch-sprachigen Ländern. Der aus Brasilien stammende Träger des Europapreises 2009 Carlos Nóbrega arbeitet seit langem am hiesigen Institut zum portugiesischen und gemeineuropäischen Recht. Einer seiner letzten Beiträge wird mit freundlicher Genehmigung vom Sellier-Verlag hier zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.

Erfolgreicher Ablauf der Deutsch-Polnischen Tagung

Die Deutsch-Polnische Juristentagung vom 9.-11. Septmeber 2010 am ELSI war ein voller Erfolg für alle Beteiligten. Die Veranstalter freuten sich über die rege Teilnahme und vor allem die interessanten Diskusionen im Anschluss an die abwechslungsreichen Vorträge. Informationen zur Tagung und vor allem zum Tagungsband werden auch weiterhin auf der ELSI-Homepage abrufbar bleiben, allerdings an anderer Stelle, nämlich unter Vorträge/Tagungen bzw. durch einen Klick auf das Logo.

Kooperationsvertrag mit der Universität Tschenstochau

Am 9. September haben die Vizepräsidentin der Universität Osnabrück, Frau Professor Dr. May-Britt Kallenrode und der Prorektor für Wissenschaft und Forschung der  Jan Dlugosz Universität (AJD) zu Tschenstochau, Professor Dr. Józef Drabowicz, einen Kooperationsvertrag geschlossen. Das Treffen kam am Rande der Deutsch-Polnischen Juristentagung im September zu Stande, deren Hauptpartner die Jan Dlugosz Universität war. Anwesend waren auch Professor Christian von Bar und Dr. Arkadiusz Wudarski vom ELSI. Der deutsch-polnische Kooperationsvertrag betrifft alle Fachbereiche beider Universitäten. Gespräche wurden bereits zwischen den Chemikern der Universität Osnabrück und Professor Drabowicz geführt. Mitarbeiter des ELSI haben in der polnischen Universität auch schon Vorträge gehalten, in Zukunft soll es weiterhin auch Seminare geben, die gleichzeitig an beiden Universitäten per Videokonferenz abgehalten werden.

Bundeskanzler-Stipendium - Chinesischer Rechtswissenschaftler ab September zu Gast am European Legal Studies Institute

Der chinesische Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Fei Yin gilt als einer der Experten seines Landes in den Bereichen des Delikts- und Eigentumsrechts. Ab September wird er für ein Jahr zu Gast am European Legal Studies Institute sein.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat dem Rechtswissenschaftler für diesen Aufenthalt auf Vorschlag von Prof. Christian von Bar, dem geschäftsführenden Direktor des ELSI, eines der begehrten Bundeskanzler-Stipendien verliehen.

Prof. Yin lehrt zurzeit an der renommierten Renmin University in Beijing und hat bereits an den Entwürfen für das neue chinesische Sachenrechtsgesetz (die Grundlage des modernen chinesischen Eigentumsrechts) mitgearbeitet. Es gehört zu den Rechtstexten, welche die enorme wirtschaftliche Entwicklung Chinas möglich gemacht haben. Professor Yins rechtswissenschaftliche Publikationen haben in China und über seine Grenzen hinaus erhebliche Beachtung gefunden. Der Gastwissenschaftler, der sich derzeit vor allem mit dem außervertraglichen Haftungsrecht beschäftigt, gehört zu den großen Nachwuchstalenten seines Landes.

Am ELSI wird er sich mit den Konzepten für eine inhaltliche und systematische Erneuerung des europäischen Deliktsrechts befassen.

Die Bundeskanzler-Stipendien sind für künftige Führungskräfte in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft der USA, der Russischen Föderation sowie der Volksrepublik China vorgesehen. Das Programm, das unter der Schirmherrschaft der deutschen Bundeskanzlerin steht, soll die Beziehungen zwischen künftigen Entscheidungsträgern dieser Staaten und der Bundesrepublik Deutschland vertiefen helfen. Es werden jährlich höchstens zehn dieser hoch angesehenen Stipendien vergeben.

Prof. Dr. Fryderyk Zoll tritt Mercatorprofessur am ELSI an

Das European Legal Studies Institute freut sich bekanntzugeben, dass Universitätsprofessor Dr. Fryderyk Zoll  am 1. Oktober 2010 eine Mercator Professur am hiesigen Institut antritt. Professor Zoll wurde 1970 geboren und ist momentan noch Inhaber eines Lehrstuhls an der Kozminski Universität Warschau und Mitglied eines sehr angesehenen Lehrstuhls für Zivilrecht an der Jagiellonen-Universität Krakau, deren Rechtsfakultät in Polen als führend gilt. Zoll ist u.a. Direktor des Zentrums für Bankrecht der Jagiellonen-Universität und Leiter des Zentrums für ausländische Rechtsschulen. Er ist in nur kurzer Zeit international als einer der herausragenden Wissenschaftler im Bereich der Rechtsvergleichung und der Europäisierung und Internationalisierung des Privat- und Wirtschaftsrechts hervorgetreten.

Ein großer Teil der internationalen Wirkung Zolls ist auf seine sehr zahlreichen Gastvorlesungen und Vorträge in vielen Teilen der Welt zurückzuführen, unter anderem häufig in den USA (u.a. Columbia Law School, Harvard, Pittsburgh, New Orleans), an Universitäten der meisten Länder Europas, einschließlich vieler Länder Mittel- und Osteuropas, aber auch etwa in Indien und Südafrika. Er ist mehrfach als Experte zu Hearings nationaler Parlamente und des Europäischen Parlaments eingeladen worden.

Professor Zoll hat außer in Polen auch in Österreich und Deutschland studiert, sowei im Rahmen eines Fulbright Stipendiums in den USA geforscht. Sein großes Ansehen, auch und vor allem im Ausland beruht auf seinen internationalen Arbeiten und seiner eindrucksvollen Rednergabe. Zoll spricht neben seiner polnischen Muttersprache fließend Deutsch, Englisch, Russisch; außerdem gut Französisch und Ukrainisch.

Er ist Mitglied der Study Group on a European Civil Code im Advisory Board der Gruppe Mobiliarsicherheiten, der Research Group on the Existing EC Private Law (Acquis Group), deren Redaktionskomitee er angehört.

Kooperationsvertrag mit der Schlesischen Universität zu Katowice

Im Namen von Universitätspräsident Professor Rollinger hat Professor von Bar am Dienstag, dem 22. Juni 2010 einen Kooperationsvertrag der Universität Osnabrück und der Schlesischen Universität zu Katowice unterzeichnet. Die Bilder zeigen Professor von Bar und Professor Wieslaw Banys, Rektor der Katowicer Universität, bei der Unterschrift. Zugegen waren auch Professor Barbara Kozusznik von der Universität zu Katowice und zwei polnische Mitarbeiter des ELSI, Dr. Arkadiusz Wudarski und Mateusz Badowski.

Ehrendoktorwürde der Universität Helsinki für Professor von Bar

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar

Professor Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar hat am 14. Mai die Ehrendoktorwürde der Universität Helsinki verliehen bekommen. Damit kommt eine weitere wichtige Auszeichnung zu den bereits erhaltenen Preisen und Ehrendoktorwürden (Universität Leuven, Universität Uppsala, Universität Tartu) hinzu. Die renommierte finnische Universität würdigte mit der Auszeichnungen die Leistungen auf dem Gebiet der Rechtsvergleichung und Rechtsangleichung und bescheinigte dem Osnabrücker Rechtswissenschaftler, ein Werk geschaffen zu haben, das noch viele Generationen von Juristen in der Zukunft beschäftigen werde. Einmal mehr wurde die eurpäische Reputation der Arbeit von Bars deutlich. Der Geehrte selbst zeigte sich dankbar und ermutigt, die große Chance für eine weitere Rechtsangleichung in Europa wahrzunhemen.

Professor von Bar und Professor Schulte-Nölke beraten die Europäische Kommission

Die am ELSI tätigen Professoren Christian von Bar und Hans Schulte-Nölke wurden von der Europäischen Kommission berufen, Sie bei der Schaffung eines einheitlichen und optionalen europäischen Vertragsrechts, das neben die Rechtsordnungen der Mitgliedstaaten treten soll, zu beraten. In Zukunft befasst sich ein 18-köpfiges Expertengremium, dem Professor Hans-Schulte Nölke als einziger deutscher Vertreter angehört,  mit der Ausarbeitung dieses Projektes. Als Sonderberater der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Viviane Reding, wird Professor Christian von Bar die Arbeitsergebnisse der Expertengruppe bewerten und die Kommission beraten. Weitere Informationen zu der Berufung, den Hintergründen und den Mitgliedern des Expertengremiums finden Sie hier.

Europapreis für José Carlos de Medeiros Nóbrega

José Carlos de Medeiros Nóbrega wurde vom Mitglied des Europäischen Parlaments Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering mit dem Europa Förderpreis 2009 für seine Mitautorenschaft in der Serie "National Reports on the Transfer of Movables in Europe" sowie seine Arbeiten über die europäischen Ursprünge des brasilianischen Rechts für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der internationalen, vergleichenden Rechtswissenschaft ausgezeichnet. Der Preisträger arbeitet als wissenschaftlicher Referent für das portugiesische Recht am European Legal Studies Institute und ist Mitglied des aktuellen Forschungsteams von Professor von Bar zum Gemeineuropäischen Sachenrecht, an dem hochqualifizierte Rechtswissenschaftler aus ganz Europa teilnehmen. Das European Legal Studies Institute freut sich überaus, mit Herrn de Medeiros Nobréga einen exzellenten Rechtsvergleicher von internationalem Format in den eigenen Reihen zu haben und gratuliert herzlich zu der verliehenen Auszeichnung.