European Legal Studies Institute (ELSI)


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Geschichte des Instituts

Das European Legal Studies Institute wurde zum Wintersemester 2003/04 auf Initiative von Prof. Dr. Dres. h.c. Christian v. Bar, FBA, und Prof. Dr. Jens-Peter Schneider durch die Universität Osnabrück mit Mitteln des Landes Niedersachsen aus dem Niedersachsenvorab der Volkswagenstiftung als wissenschaftliche Einrichtung der Juristischen Fakultät gegründet.

Das Institut widmet sich neben dem Europäischen Gemeinschaftsrecht und dem Internationalen Privatrecht vor allem der innereuropäischen Rechtsvergleichung auf den Gebieten des Privatrechts und des öffentlichen Rechts. Es begleitet hierdurch die Rechtsangleichung und die Rechtsvereinheitlichung in der Europäischen Union. Das Institut knüpft an die Ergebnisse der Study Group on a European Civil Code an, deren Steering Committee und Geschäftsführung unter Leitung von v. Bar in Osnabrück lokalisiert ist. Bei der Study Group handelt es sich um ein informelles Netzwerk von Rechtswissenschaftlern aus allen Jurisdiktionen der Europäischen Union inklusive der Beitrittsländer. Mit dem European Legal Studies Institute der Universität Osnabrück sollen die privatrechtlichen Anstrengungen vertieft und thematisch erweitert fortgeführt, vor allem aber die dort gewonnenen Erfahrungen und Vorgehensweisen mit dem Verwaltungsrecht auf neue Gebiete des Rechts übertragen werden.

Grundlage der Förderung durch das niedersächsische Wissenschaftsministerium war eine Fachbegutachtung durch die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen, die die Errichtung des European Legal Studies Institute in Osnabrück nachdrücklich befürwortete. Dabei stützte sich die Kommission auch auf aktuelle Einschätzungen einer vom Vizepräsidenten der Max Planck-Gesellschaft, Herrn Prof. Dr. Wolfrum, geleiteten Gutachtergruppe, die im Rahmen der allgemeinen Forschungsevaluation Rechtswissenschaften im Lande Niedersachsen dem Fachbereich in Osnabrück ein überzeugendes Zeugnis ausgestellt habe. Insbesondere machte sich die Kommission ausdrücklich die Bewertung der Gutachtergruppe zu eigen, wonach das Projekt des European Legal Studies Institute von seinem wissenschaftlichen Ansatz und von seiner wissenschaftspolitischen Bedeutung her einzigartig sei, zumindest in Deutschland, wenn nicht in Europa.

Das Institut gliedert sich in die Abteilung für "Europäisches Privatrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung" (Direktor: Prof. Dr. Dres. h.c. Christian von Bar, FBA) sowie die Abteilung "Europäisches Öffentliches Recht und Rechtsvergleichung" (Direktor: Prof. Dr. Jens-Peter Schneider). Die Abteilung "Europäisches Privatrecht" beherbergt die Geschäftsführung der Study Group on a European Civil Code sowie ein Working Team der Study Group.

Vorläufer des European Legal Studies Institute waren das Institut für Europarecht (Gründungsdirektor: Prof. Dr. Hans-Werner Rengeling) sowie das Institut für Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung (Gründungsdirektor: Prof. Dr. Christian v. Bar). Deren Institutsbibliotheken bilden unter Einschluss des Europäischen Dokumentationszentrums (EDZ) in Osnabrück die Basis für den Aufbau eines außergewöhnlichen Bücherbestandes zum Recht in der Europäischen Union. Er umfasst insbesondere die Quellen und die Literatur zu den Privat- und Verwaltungsrechten der Mitgliedstaaten. Die Bibliothek startete mit einem Grundbestand von ca. 60.000 Bänden.