European Legal Studies Institute (ELSI)


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Gemeinsamer Referenzrahmen im Praxistest - der erste DCFR Warsaw International Arbitration Moot

 

Vom 7.-9. November 2012 fand am Schiedsgericht bei der Polnischen Wirtschaftskammer in Warschau der erste Draft Common Frame of Reference (DCFR) Warsaw International Arbitration Moot Court statt. Der Wettbewerb für Rechtsstudenten aus aller Welt war Anfang des Jahres von Prof. Zoll in Zusammenarbeit mit dem polnischen Schiedsgericht in ins Leben gerufen worden und fand nun mit den mündlichen Verhandlungen der besten Teams in Warschau seinen fulminanten Abschluss.

Von den 14 zu Beginn beteiligten Teams aus zehn verschiedenen Ländern waren die acht zu den Endrunden nach Warschau eingeladen worden, deren Memoranden in der vorangegangenen Schriftsatzphase die besten Bewertungen erhalten hatten. Bereits im April diesen Jahres waren die Studenten in die Rolle eines Anwalts geschlüpft und hatten sich, zunächst auf der Kläger- und später auf der Beklagtenseite, mit einem fiktiven Fall auseinandergesetzt bei dem es um die Montage von Brandschutzfenstern durch den Kläger ging, der im Rahmen eines Großprojektes als Subunternehmer des Beklagten tätig geworden war. So mussten sie zunächst darlegen, ob das angerufene Schiedsgericht überhaupt dazu befugt ist den betreffenden Streit zu entscheiden, da sich zwar im Hauptvertrag eine Schiedsklausel befand, eine spätere Vereinbarung zwischen den Parteien indessen keine solche Bestimmung enthielt. Des Weiteren galt es das Tribunal - je nachdem auf welcher Seite das Team sich befand - davon zu überzeugen, dass für einen Teil der vom Kläger ausgeführten Arbeiten noch ein Zahlungsanspruch bestehe oder dieser bereits erloschen ist sowie die Frage zu diskutieren, ob der Beklagte angesichts einiger bei einer Baubegehung entdeckter Defekte dazu berechtigt war die Abnahme des Werkes zu verweigern oder nicht.

Neben dem Team des South Texas College of Law, welches jeweils die höchste Bewertung für den Kläger- wie auch den Beklagtenschriftsatz und damit beide Preise für das "Best Memorandum" erhielt, nahmen auch die St. Petersburg State University, die Eötvös Loránd University of Sciences (Budapest) und die Universität Bayreuth an den Verhandlungen teil.

In einem spannenden Finale, in dem sich die Teilnehmer den Fragen von Prof. Schulte-Nölke, Prof. Zoll und Prof. Okolski stellen mussten, setzte sich schließlich die Universität Maastricht gegenüber der Schlesischen Universität Kattowitz durch. Auf den Plätzen drei und vier etablierten sich die Jagiellonen Universität Krakau und die Universität Pristina aus dem Kosovo. Zudem wurden Maria Labno (Schlesische Universität Kattowitz), Arbreshe Zogjami (Universität Pristina) und Armin Lambertz (Universität Maastricht) für ihre herausragenden Leistungen als Einzelsprecher besonders geehrt.                        

Die Veranstaltung endete mit einer Podiumsdiskussion, die Prof. Schulte-Nölke mit einem Vortrag über die Ursprünge sowie einige allgemeine Aspekte des DCFR eröffnete. Im Anschluss daran berichtete Dr. Zachariasiewicz, der sowohl das Team der Kozminski Universität betreute als auch als Schiedsrichter an dem Wettbewerb teilnahm, über Erfahrungen und Eindrücke, die während der Arbeit mit dem DCFR entstanden waren. Dr. Chantal Mak (Universität Amsterdam) äußerte sich zu dem - auch für den Fall durchaus relevanten - Thema der Anwendbarkeit des DCFR bei Streitigkeiten zwischen Kaufleuten und ging dabei insbesondere auf Probleme bei der Auslegung offener Rechtsbegriffe ein. Außerdem referierte Prof. Zoll über Dienstverträge im Gemeinsamen Referenzrahmen und bedankte sich mit den Worten "Sie werden als erste Anwälte, die den DCFR in der Praxis angewandt haben in die Geschichte eingehen" bei den Teilnehmern.

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig, dass die praktische Arbeit mit dem DCFR und die fallbezogene Anwendung im Rahmen des Wettbewerbs eine Reihe wichtiger Erkenntnisse über die Tauglichkeit des Entwurfs hervorgebracht haben. Die Veranstaltung war somit nicht nur für die Teilnehmer einen voller Erfolg, sondern stellt ebenso einen wichtigen Schritt für die Forschung dar. Aufgrund des erfolgreichen Verlaufs kündigte der Präsident des Schiedsgerichts bei der Polnischen Wirtschaftskammer, Herr Furtek, auch bereits an, dass es voraussichtlich in zwei Jahren zu einer Neuauflage kommen werde.

Weitere Informationen, Fotos und Eindrücke zum DCFR Warsaw International Arbitration Moot gibt es unter:

http://sakig.pl/en/news/draft-common-frame-of-reference-warsaw-international-arbitration-moot/winners.

 

 

Professor Tanaka verstärkt das ELSI

Seit Ende Oktober ist Herr Hiroshi Tanaka, Associate Professor an der Universität Kobe, als Gastwissenschaftler am ELSI tätig. Herr Tanaka lehrt an der Universität Kobe Zivilrecht und befasst sich schwerpunktmäßig mit Vertragsrecht. Am ELSI möchte Herr Tanaka, der voraussichtlich für die Dauer von zwei Jahren in Osnabrück bleiben wird, vor allem die Harmonisierung des Europäischen Vertragsrechts untersuchen, sein Interesse gilt dem DCFR und CESL. Das ELSI freut sich über diese Verstärkung und wünscht Herrn Tanaka eine gute und erfolgreiche Zeit in Osnabrück!

Stellen-/Projektausschreibung

Webportal für MySQL-Datenbank

Das European Legal Studies Institute sucht zu sofort einen studentischen Mitarbeiter für die u.g. Aufgabe oder eine Person, die im Rahmen eines Werkvertrages folgendes Projekt übernehmen kann.

Aufgabe:

Aufbau eines erweiterungsfähigen englischsprachigen Webportals für eine bereits existierende Literatur-Datenbank mit Wiedergabe des hierarchisch zu gliedernden Inhalts über eine Suchmaske sowie mehrschichtige Menüs. Die Datenbank wird EU-weit genutzt werden. Die Entlohnung soll dabei entweder über eine Stelle als studentische/wissenschaftliche Hilfskraft oder über einen zu schließenden Werkvertrag erfolgen.

Erforderlich:

  • Grundlegende Erfahrungen in HTML

  • praktische Erfahrungen mit MySQL-Datenbanken

  • gute Kenntnisse einer Webprogrammiersprache (vorzugsweise Perl)

  • CSS-Kenntnisse

Bei Interesse oder Rückfragen (wie etwa zu Vergütungsdetails) reicht zunächst eine formlose E-Mail, zu richten an Philipp Mania.

Erster Benefizlauf des Fachbereichs Rechtswissenschaften ein großer Erfolg

Am Donnerstag, dem 25.10.2012 fand auf dem Sportplatz der Universität an der Jahnstraße der erste Benefizlauf des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück statt. Ca. 50 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Fachbereichs nahmen an der Veranstaltung zugunsten der Kindertafel Osnabrück teil. Dabei wurde der Sportplatz von den Läufern insgesamt 1287 Mal umrundet, was einer zurückgelegten Distanz von 515 km entspricht und von den Sponsoren mit einer Summe von 2375 # belohnt wurde.

"Die Resonanz und die Begeisterung, mit der die Kollegen und Kolleginnen eine Runde nach der anderen zurückgelegt haben, hat unsere Erwartungen um Längen übertroffen" freuen sich die Initiatoren Jan Urban und Marco Athen. "Neben den Läufern gilt unser besonderer Dank dem Hauptsponsor, der AXA Versicherung, die den Lauf nicht nur finanziell, sondern auch durch aktive Unterstützung bei der Durchführung erst ermöglicht hat." Des Weiteren wurde der Lauf durch die Oberflächenbearbeitung Schmidt GmbH, Halver, Kochanowski Bürobedarf, den dm Drogeriemärkten, Schlecks, KMP Dr. Klein, Dr. Mönstermann & Partner sowie Getränke Schröder, Knollmeyer Partyservice und Runner´s Point unterstützt.

Die beste Durchschnittsleistung erzielten die Läuferinnen des Lehrstuhls von Prof. Hans Schulte-Nölke mit 32,5 Runden und erhielten dafür einen Wanderpokal. Mit dessen Übergabe geht der Wunsch einher, den Lauf als alljährliche Institution zu etablieren.

Ehrendoktorwürde für Herrn Professor von Bar

Am 12. Oktober wurde Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar eine weitere hohe Auszeichnung zuteil. Die Schlesische Universität in Kattowitz Uniwersytet Slaski w Katowicach hat ihm an diesem Tag in einem feierlichen Akt die Ehrendoktorwürde verliehen. Als Hintergrund für diese besondere Anerkennung haben die Verantwortlichen drei Gründe genannt. Erstens sind es die bemerkenswerten Leistungen auf dem Gebiet rechtwissenschaftlicher Forschung, die Herrn v. Bar europaweit und darüber hinaus bekannt gemacht haben. Zweitens werden die bedeutenden Beiträge auf dem Weg zu einem vereinheitlichten Europäischen Zivilrecht gelobt. Drittens nennen die Laudatoren den langandauernden fruchtbaren Austausch zwischen Herrn v. Bar und Vertretern der polnischen Rechtswissenschaft.

"Wir sind stolz darauf, Herrn v. Bar als Kollegen zu haben", erklärt Prof. Krack als Dekan des Juristischen Fachbereichs. "Aus gutem Grund ist sein kraftvolles und beständiges Wirken auf dem Weg hin zu einer eu-weiten Vereinheitlichung des Zivilrechts erneut gewürdigt worden. Neben dem fachlichen Aspekt ist auch der wichtige Beitrag zu nennen, den Herr v. Bar durch seinen langjährigen Austausch mit polnischen Wissenschaftlern für die Freundschaft zwischen den beiden Völkern leistet. Angesichts der besonderen geschichtlichen Hintergründe gilt das insbesondere für die Kontakte in der Region Schlesien."

Das ELSI gratuliert Professor von Bar herzlich!

Prof. Dr. Dr. h.c. Fryderyk Zoll erhält Förderpreis des polnischen "Nationalen Wissenschaftszentrums"

Professor Dr. Dr. h.c. Fryderyk Zoll hat für das von ihm an der Jagiellonen-Universität initiierte Projekt "Made in Europe - Entwicklung eines neuen europäischen Dienstleistungsrechts" einen lukrativen Förderpreis des polnischen nationalen Wissenschaftszentrums erhalten. Mithilfe dieses Förderpreises soll nun eine Gruppe von Wissenschaftlern zusammengestellt werden, die auf der Grundlage intensiver rechtsvergleichender Forschung im Bereich des Dienstleistungsrechts schließlich einen Entwurf für ein Optionales Instrument für Dienstleistungen erarbeiten soll.

Es handelt sich hierbei um eines von lediglich zwei Projekten aus dem Bereich der "Geisteswissenschaften", die im Rahmen dieses Wettbewerbs Förderpreise erhalten haben; auch das andere geförderte Projekt stammt übrigens von einem Wissenschaftler der Jagiellonen-Universität. Herzlichen Glückwunsch an Professor Zoll!

Große Ehre für Professor Dr. Hans Schulte-Nölke

Das American Law Institue (ALI) bietet Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Direktor der Abteilung III für Europäische Rechtsgeschichte und Unionsprivatrecht am ELSI, eine  Beratertätigkeit für ein neues Projekt auf dem Gebiet des Verbaucherrechts an. Das 1923 gegründete ALI widmet sich schwerpunktmäßig der wissenschaftlichen Systematisierung und Modernisierung des US-amerikanischen common law in Form von restatements of law, model statutes und principles of law. US-amerikanische Rechtssetzung und Rechtsprechung sind durch die Arbeiten des ALI stark beeinflusst worden. Zu den aktuellen Projekten des ALI zählt das Restatement of the Law Third, Consumer Contracts, für das Professor Schulte-Nölke aufgrund seiner vielfältigen und international hochgeschätzten Arbeiten auf dem Gebiet des Verbaucherrechts als advisor fungieren soll. Das ELSI gratuliert Prof. Dr. Schulte-Nölke zu diesem Angebot!

Vortragsveranstaltung "ZEIS im Dialog"

"Das Internet - ein rechtsfreier Raum?" Wieviel Freiheit gibt es im Internet und wieviel Beschränkungen sind nötig, um Straftaten auf die Spur zu kommen? 

Diese und weitere Fragen werden bei der kommenden "ZEIS im Dialog"-Veranstaltung am 2. Juli, 18.00 Uhr s.t. in Raum 44/E03 des European Legal Studies Institute diskutiert. Zum Auftakt wird Herr OStA Rainer Franosch von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sprechen, der bei der Zentralstelle für Ermittlungen im Internet tätig ist. Der Titel seines Vortrags lautet "Zur Notwendigkeit von effektiven Ermittlungsmöglichkeiten im Internet". Im Anschluss daran spricht Herr Sebastian Nerz, der stellvertretende Bundesvorsitzende der Piratenpartei Deutschland über die "Chancen für die Freiheit durch das Internet".

Schließlich wird im Anschluss an die Vorträge den Zuhörern Gelegenheit zur Diskussion mit den Referenten geboten. Alle Interessierten sind herzlich zu der Veranstaltung am Montagabend eingeladen. Das Plakat zur Veranstaltung finden Sie hier.

Antrittsvorlesungen von Prof. Groß und Prof. Zoll

Der Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück lädt zu den Antrittsvorlesungen von Prof. Dr. Thomas Groß und Prof. Dr. Fryderyk Zoll ein. Sie finden am Freitag, 29. Juni, um 16 Uhr im Hörsaal 44/E03 des European Legal Studies Instituts (ELSI) in der Süsterstraße 28 statt und wenden sich an alle Interessierten.

Prof. Groß, geboren 1964, studierte Rechtswissenschaften in Tübingen, Genf und Heidelberg und absolvierte 1989 und 1993 seine juristischen Staatsexamina. Seiner Promotion 1992 folgte sechs Jahre später die Habilitation. Weitere Stationen seines akademischen Werdegangs waren Professuren an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie Gastprofessuren in den USA, Großbritannien, Litauen, Frankreich und der Türkei. Prof. Groß ist Begründer der 2010 mit dem Hessischen Hochschulpreis für Excellenz in der Lehre ausgezeichneten Refugee Law Clinic. Seit Oktober 2011 hat er einen Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Rechtsvergleichung an der Universität Osnabrück inne. Seine Antrittsvorlesung trägt den Titel »Unabhängige EU-Agenturen - eine Gefahr für die Demokratie?«. Dabei geht es um die demokratische Kontrolle der zahlreichen Agenturen der Europäischen Union, die immer umfangreichere Aufgaben wahrnehmen, wie beispielsweise die Europäische Bankaufsichtsbehörde.

Prof. Zoll studierte Rechtswissenschaften in Krakau, Heidelberg und Wien. 1997 promovierte und 2001 habilitierte er an der Jagiellonen-Universität Krakau. Nach Professuren an der Hochschule für Versicherungswesen in Kielce, der Kozminski Universität Warschau und der Jagiellonen-Universität in Krakau und weiteren Gastprofessuren in Deutschland, Österreich und Frankreich ist Zoll heute Inhaber der Professur für Europäisches und Polnisches Recht sowie Rechtsvergleichung an der Universität Osnabrück. Er wird seine Antrittsvorlesung zu dem Thema »Das Konzept des Vertrags im Vorschlag für das Gemeinsame Europäische Kaufrecht - ein Fortschritt oder Rückschritt in der bisherigen Entwicklung des europäischen Vertragsrechts?« halten. In seinem Vortrag wird er sich mit der Frage befassen, inwieweit der Vorschlag der Kommission über das Gemeinsame Europäische Kaufrecht ein Modell des Vertrages entwickelt, dass den Bedürfnissen der modernen Gesellschaft entspricht. Es geht dabei um die Fragestellung, ob der Vorschlag eine Entwicklung, die bereits im Richtlinienrecht sichtbar war, vollendet oder in den Bereich der vertrauten Tradition des klassischen Vertragsrechts zurückkehrt.

 

Vortrag zu Cybersicherheit und Cyberkonflikten im ELSI

Im Rahmen der Vorträge zum Europäischen Öffentlichen Recht und Völkerrecht hält Frau Dr. Katharina Ziolkowski, LL.M., vom NATO Cyber Defence Centre am Dienstag, 19.06.2012, einen Vortrag zum Thema "Cybersicherheit, Cyberkonflikt und die Aufgaben der NATO CCD COE" im ELSI. Die Referentin ist Rechtsberaterin des Cyber-Zentrums der NATO im estnischen Tallinn, das Strategien zum Schutz vor Hackern gegnerischer Staaten entwickelt und die Spur transnational agierender Täter verfolgt. Der Vortrag findet um 08.30 Uhr in Raum 44/E03 statt.

Vortrag zum polnischen Verbraucherschutzrecht

Am 28.04.2012 hielt Herr Lukasz Szymanski einen Vortrag zum Thema "Verbraucherschutz im polnischen Zivilgesetzbuch" im ELSI. Der Gastwissenschaftler präsentierte zunächst die einschlägigen verbaucherschützenden Vorschriften, ging auf deren Anwendung in der Praxis ein und konzentrierte sich auf die Rechtsprechung zu unangemessenen Vertragsbestimmungen. Herr Szymanski ist u.a. als Rechtsanwalt in einer auf Gesellschaftsrecht spezialisierten Rechtsanwaltsgesellschaft tätig, hält Lehrveranstaltungen an der Kardinal Stefan Wyszynski Universität in Warschau und agiert überdies als Mediator. Seine Forschungs- und Tätigkeitsschwerpunkte sind Vertragsrecht, Versicherungsrecht, Bankrecht und Gesellschaftsrecht. Sein Lebenslauf ist abrufbar unter http://www.klgates.com/lukasz-szymanski/#overview.

Der Video-Gastvortrag fand im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe für Europäisches Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Jan-Dlugosz-Universität in Czestochowa und des Lehrstuhls für polnisches und europäisches Privatrecht von Prof. Dr. Arkadiusz Wudarski an der Juristischen Fakultät der Universität Frankfurt/Oder statt.

Osnabrücker Jurastudenten erfolgreich auf internationalem Parkett

Zum achten Mal in Folge nahm ein Osnabrücker Team erfolgreich am Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Court, dem größten internationalen Wettbewerb für Studenten der Rechtswissenschaften auf dem Gebiet des Zivilrechts, teil. Aus der Perspektive eines Anwalts erstellten die Studierenden im Laufe des Wintersemesters 2011/2012 Kläger- und Beklagtenschriftsätze zu einem fiktiven Fall, der nach dem UN-Kaufrecht zu entscheiden war. In den Wochen vor Ostern bewiesen sie ihre Verhandlungsfähigkeiten in nachgestellten mündlichen Verhandlungen vor einem internationalen Schiedsgericht in Hong Kong und Wien. Die Mühen des diesjährigen Teams bestehend aus Björn Clausen, Franziska Deakin, Eileen Müller, Jil Schneider, Jana Schulte und Laura Strosing wurden mit jeweils einer "honourable mention" für den Klägerschriftsatz in Hong Kong und Wien belohnt. Damit gehören sie zu den besten 10 % der insgesamt 282 in Wien teilnehmenden Teams aus 68 Ländern und zu dem besten Drittel der insgesamt 90 Teams aus 25 Ländern, die dieses Jahr in Hong Kong teilgenommen haben.

Zum kommenden Wintersemester soll diese erfolgreiche Tradition durch ein neues Team unter der Leitung von Jana Schulte weitergeführt werden. Die Auswahl der Teammitglieder wird am Ende des Sommersemesters stattfinden. Nähere Informationen zur Bewerbung werden in Kürze auf der Homepage www.moot-osnabrueck.de veröffentlicht. Mehr Informationen zum Wettbewerb unter http://www.cisg.law.pace.edu/vis.html und http://www.cisgmoot.org/.

Osnabrücker Studierende als "Diplomaten" in New York

Anfang April nahmen 9 Studierende der Universität Osnabrück an der National Model United Nations teil. Bei dieser weltgrößten UN-Simulation in New York trafen sich über 5000 Studentinnen und Studenten aus 44 Ländern. Die Studierenden schlüpften in die Rollen von UN-Diplomaten anderer Länder um gemeinsam in verschiedenen simulierten Gremien der Vereinten Nationen Lösungsansätze für aktuelle weltpolitische Probleme zu erarbeiten. Die von zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern des Fachbereichs Rechtswissenschaften unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Oliver Dörr, LL.M., betreute Osnabrücker Delegation nahm dieses Jahr zum ersten Mal seit 2004 an der Konferenz teil.

Die intensive Vorbereitung der Studierenden und der Einsatz vor Ort wurden mit insgesamt vier Preisen belohnt: Neben einer Ehrung mit einer "Honourable Mention" für das ganze Team wurden Bastian Harms und Arne Schmieke (beide Studenten der Rechtswissenschaften) für ihre ausgezeichnete Arbeit in ihrem Komitee und ihre schriftliche Ausarbeitung sowie René Hornstein (Psychologiestudent) für seine ausgezeichnete Arbeit in seinem Komitee ausgezeichnet.

Denis Schlimpert und Frederick Rieländer erhalten Zusagen für Stipendien

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Denis Schlimpert, studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar, FBA, ein Deutschlandstipendium erhält. Herr Schlimpert zählt damit zu den ersten 25 Studierenden der Universität Osnabrück, die aufgrund herausragender Leistungen und großem Engagement im Studium ab sofort mit diesem Stipendium gefördert werden. Dies wird in einem unter UOS_Psp_06-03-2012.pdf abrufbaren Artikel in der NOZ vom 06.03.2012 entsprechend gewürdigt.
Zudem hat Frederick Rieländer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Dr. h.c.mult. Christian von Bar, FBA, eine Zusage für ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes erhalten.
Das ELSI gratuliert seinen beiden Mitarbeitern herzlich!

Verleihung einer Belvedere-Professur an Prof. Dr. Dr. h.c. Fryderyk Zoll

Am 15. Februar 2012 erhielt Prof. Dr. Dr. h.c. Fryderyk Zoll, Inhaber des Lehrstuhls für Europäisches und Polnisches Privatrecht und Rechtsvergleichung, den Titel des Professors vom polnischen Staatspräsidenten Bronislaw Komorowski im Präsidentenpalast in Warschau. Die Belvedere-Professur ist die höchste Stufe in der Hierarchie der wissenschaftlichen Qualifikation in Polen; sie wird auf Antrag der zentralen staatlichen Behörde für akademische Grade und Titel nach einem förmlichen Begutachtungsverfahren vom Staatspräsidenten feierlich verliehen. Für Prof. Dr. Dr. h.c. Zoll, der seit 2006 Professor an der Jagiellonen-Universität und seit 2010 Professor an der Universität Osnabrück ist, stellt die Belvedere-Professur eine weitere Ehrung für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen dar. Die Leistungen Zolls erhalten auch grenzübergreifend höchste Anerkennung. So hat Prof. Dr. Dr. h.c. Zoll  Gastprofessuren in Kiel, Mainz, Münster und Orleans wahrgenommen; im November 2011 erhielt Zoll die Ehrendokterwürde der Nationalen Wirtschaftsuniversität Ternopil (Ukraine). 
Das European Legal Studies Institute gratuliert Prof. Dr. Dr. h.c. Zoll herzlich zur Verleihung der Belvedere-Professur, die seinen Ruf als bedeutender Rechtswissenschaftler auf dem Gebiet des Europäischen Privatrechts und der Rechtsvergleichung eindrucksvoll untermauert.

Studie des Europäischen Parlamentes unter Mitwirkung des ELSI veröffentlicht

Im Februar 2012 wurde unter Mitwirkung des European Legal Studies Institute vom Europäischen Parlament eine Studie zu Aspekten des Verbaucherschutzes veröffentlicht. Abrufbar ist die Studie auf der Seite des Europäischen Parlaments.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar bleibt Sonderberater der Vizepräsidentin der EU-Kommission

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar, FBA, seine Tätigkeit als Sonderberater der Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, bis 2014 fortsetzt. Seit 2010 nimmt Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar, FBA, diese Aufgabe wahr. Sie unterstreicht die besondere Wertschätzung, die Professor von Bar bei der EU-Kommission genießt. 

José Carlos de Medeiros Nóbrega erhält VVO-Förderpreis

Das ELSI freut sich, bekannt geben zu dürfen, dass mit Carlos Nóbrega einer seiner besonders verdienten Mitarbeiter den VVO-Förderpreis aus den Händen vom ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück, Herrn Hans-Jürgen Fip erhalten hat. Ausgezeichnet wurde der langjährige Referent für portugiesisches Recht für seine Beiträge zur internationalen Bedeutungssteigerung des Universitätsstandortes Osnabrück am Beispiel der Mitarbeit an der neuen Auflage des portugiesisch-deutschen Wörterbuchs der Rechts- und Wirtschaftssprache.

Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisberges, denn Herr Nóbrega macht seit Jahren durch seine Forschungen auf dem Gebiet der europäischen Rechtsvergleichung auf sich aufmerksam, vor allem als Mitwirkender bei dem Draft Common Frame of Reference. Im Jahr 2010 erhielt er bereits den Europapreis vom ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Honorarprofessor Dr. Hans-Gert Pöttering (wir berichteten). Seitdem hat er unter anderem eine Deutsch-Lusitanische Tagung am ELSI organisiert und auch bei anderen Gelegenheiten zu dem oben erwähnten Gebiet vorgetragen, sowohl in Brasilien und Portugal, als auch in Deutschland.  Hinzu kommen verschiedene Rezensionen zum portugiesischen und brasilianischen Recht, sowie Studien im Auftrag des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission. Vor kurzem gelang Herrn Nóbrega die Realisierung einer Erasmus-Partnerschaft zwischen der hoch angesehenen Rechtsfakultät der Universität Coimbra und dem hiesigen Fachbereich. Seit Beginn dieses Jahres betreut er auch das spanische Recht im Seminar zum Gemeineuropäischen Sachenrecht bei Professor Dr. Dr. h.c. mult. von Bar. Seine Zukunft sieht der Brasilianer weiterhin am ELSI, wo er sich als Teil eines sehr aktiven Teams junger und ambitionierter Wissenschaftler aus ganz Europa sichtlich wohl fühlt. Darüber hinaus hegt er ehrgeizige Ziele: "Ich möchte später die wissenschaftliche und institutionelle Zusammenarbeit zwischen Lateinamerika und Europa stärken". Wir freuen uns bereits!

Kommentar zur Wiener Vertragsrechtskonvention

Ein neuer Kommentar zur Wiener Vertragsrechtskonvention von 1969 ist im Springer-Verlag erschienen. Prof. Dr. Oliver Dörr, LL.M. (London), ist Mitherausgeber dieses Werkes, an dem insgesamt 12 Autoren aus Deutschland und Österreich beteiligt sind. Die Wiener Vertragsrechtskonvention zählt zu den wichtigsten Vertragswerken des Völkerrechts, sie enthält grundlegende Vorschriften u.a. darüber, wie völkerrechtliche Verträge geschlossen und beendet werden, wie sie auszulegen sind und unter welchen Voraussetzungen sie Geltungskraft entfalten. Der neue Kommentar soll nicht nur den wissenschaftlichen Diskurs beflügeln, sondern auch wertvolle Hilfen für die internationale Praxis leisten.

Tagungsband "Deutschland und Polen in der Europäischen Rechtsgemeinschaft"

Im September 2010 fand an der Universität Osnabrück die Deutsch-Polnische Juristentagung "Deutschland und Polen in der europäischen Rechtsgemeinschaft" statt. Die Tagung wurde durch das European Legal Studies Institute und die Jan Dlugosz Universität Czestochowa (Polen) organisiert. Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin der Justiz, des Justizministers der Republik Polen und der Polnischen Rechtsanwaltskammer kamen über 120 Juristen aller Bereiche aus beiden Nationen, aber auch aus nahezu allen anderen europäischen Staaten zusammen, um den rechtswissenschaftlichen Diskurs in Europa zu vertiefen.

Der nun im Sellier-Verlag erschienene Tagungsband fasst die Ergebnisse dieser wichtigen Tagung zusammen, die sich dem deutschen und polnischen Vermögensrecht unter dem Einfluss der Europäischen Union sowie dem Familien- und Erbrecht der beiden Staaten widmete. Er wird herausgegeben von Professor Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar (Geschäftsführender Direktor des ELSI der Universität Osnabrück), Professor Dr. Arkadiusz Wudarski (Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder und Jan Dlugosz Universität Czestochowa) unter Mitarbeit von Mateusz Badowski (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am ELSI). Ihnen ist es gelungen, neben namhaften Professoren auch hochtalentierte Nachwuchswissenschaftler für das Werk zu gewinnen. Auf fast 800 Seiten werden aktuelle Beiträge mit rechtsvergleichendem Charakter von 37 Autoren präsentiert. Themenschwerpunkte bilden das europäische, deutsche und polnische Vertragsrecht, das außervertragliches Haftungsrecht, das Recht der Kreditsicherheiten sowie das Familien- und Erbrecht.

Mit dieser Themenvielfalt leistet der Tagungsband einen Beitrag zur Fortentwicklung der nationalen Rechtssysteme sowie zu deren europäischer Harmonisierung. Die Auseinandersetzung mit privatrechtlichen Fragen soll nicht mehr nur auf nationaler Ebene erfolgen, vielmehr gilt es, das Recht im europäischen Kontext als universales Wertesystem zu betrachten.

Das ganze Projekt wurde unter anderem aus den Mitteln der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit und der Alexander von Humboldt-Stiftung mitfinanziert.