
Am 28.04.2012 hielt Herr Lukasz Szymanski einen Vortrag zum Thema "Verbraucherschutz im polnischen Zivilgesetzbuch" im ELSI. Der Gastwissenschaftler präsentierte zunächst die einschlägigen verbaucherschützenden Vorschriften, ging auf deren Anwendung in der Praxis ein und konzentrierte sich auf die Rechtsprechung zu unangemessenen Vertragsbestimmungen. Herr Szymanski ist u.a. als Rechtsanwalt in einer auf Gesellschaftsrecht spezialisierten Rechtsanwaltsgesellschaft tätig, hält Lehrveranstaltungen an der Kardinal Stefan Wyszynski Universität in Warschau und agiert überdies als Mediator. Seine Forschungs- und Tätigkeitsschwerpunkte sind Vertragsrecht, Versicherungsrecht, Bankrecht und Gesellschaftsrecht. Sein Lebenslauf ist abrufbar unter http://www.klgates.com/lukasz-szymanski/#overview.
Der Video-Gastvortrag fand im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe für Europäisches Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Jan-Dlugosz-Universität in Czestochowa und des Lehrstuhls für polnisches und europäisches Privatrecht von Prof. Dr. Arkadiusz Wudarski an der Juristischen Fakultät der Universität Frankfurt/Oder statt.
Zum kommenden Wintersemester soll diese erfolgreiche Tradition durch ein neues Team unter der Leitung von Jana Schulte weitergeführt werden. Die Auswahl der Teammitglieder wird am Ende des Sommersemesters stattfinden. Nähere Informationen zur Bewerbung werden in Kürze auf der Homepage www.moot-osnabrueck.de veröffentlicht. Mehr Informationen zum Wettbewerb unter http://www.cisg.law.pace.edu/vis.html und http://www.cisgmoot.org/.
Die intensive Vorbereitung der Studierenden und der Einsatz vor Ort wurden mit insgesamt vier Preisen belohnt: Neben einer Ehrung mit einer "Honourable Mention" für das ganze Team wurden Bastian Harms und Arne Schmieke (beide Studenten der Rechtswissenschaften) für ihre ausgezeichnete Arbeit in ihrem Komitee und ihre schriftliche Ausarbeitung sowie René Hornstein (Psychologiestudent) für seine ausgezeichnete Arbeit in seinem Komitee ausgezeichnet.
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Denis Schlimpert, studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar, FBA, ein Deutschlandstipendium erhält. Herr Schlimpert zählt damit zu den ersten 25 Studierenden der Universität Osnabrück, die aufgrund herausragender Leistungen und großem Engagement im Studium ab sofort mit diesem Stipendium gefördert werden. Dies wird in einem unter UOS_Psp_06-03-2012.pdf abrufbaren Artikel in der NOZ vom 06.03.2012 entsprechend gewürdigt.
Zudem hat Frederick Rieländer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Dr. h.c.mult. Christian von Bar, FBA, eine Zusage für ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes erhalten.
Das ELSI gratuliert seinen beiden Mitarbeitern herzlich!
Am 15. Februar 2012 erhielt Prof. Dr. Dr. h.c. Fryderyk Zoll, Inhaber des Lehrstuhls für Europäisches und Polnisches Privatrecht und Rechtsvergleichung, den Titel des Professors vom polnischen Staatspräsidenten Bronislaw Komorowski im Präsidentenpalast in Warschau. Die Belvedere-Professur ist die höchste Stufe in der Hierarchie der wissenschaftlichen Qualifikation in Polen; sie wird auf Antrag der zentralen staatlichen Behörde für akademische Grade und Titel nach einem förmlichen Begutachtungsverfahren vom Staatspräsidenten feierlich verliehen. Für Prof. Dr. Dr. h.c. Zoll, der seit 2006 Professor an der Jagiellonen-Universität und seit 2010 Professor an der Universität Osnabrück ist, stellt die Belvedere-Professur eine weitere Ehrung für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen dar. Die Leistungen Zolls erhalten auch grenzübergreifend höchste Anerkennung. So hat Prof. Dr. Dr. h.c. Zoll Gastprofessuren in Kiel, Mainz, Münster und Orleans wahrgenommen; im November 2011 erhielt Zoll die Ehrendokterwürde der Nationalen Wirtschaftsuniversität Ternopil (Ukraine).
Das European Legal Studies Institute gratuliert Prof. Dr. Dr. h.c. Zoll herzlich zur Verleihung der Belvedere-Professur, die seinen Ruf als bedeutender Rechtswissenschaftler auf dem Gebiet des Europäischen Privatrechts und der Rechtsvergleichung eindrucksvoll untermauert.
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar, FBA, seine Tätigkeit als Sonderberater der Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, bis 2014 fortsetzt. Seit 2010 nimmt Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar, FBA, diese Aufgabe wahr. Sie unterstreicht die besondere Wertschätzung, die Professor von Bar bei der EU-Kommission genießt.
Das ELSI freut sich, bekannt geben zu dürfen, dass mit Carlos Nóbrega einer seiner besonders verdienten Mitarbeiter den VVO-Förderpreis aus den Händen vom ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück, Herrn Hans-Jürgen Fip erhalten hat. Ausgezeichnet wurde der langjährige Referent für portugiesisches Recht für seine Beiträge zur internationalen Bedeutungssteigerung des Universitätsstandortes Osnabrück am Beispiel der Mitarbeit an der neuen Auflage des portugiesisch-deutschen Wörterbuchs der Rechts- und Wirtschaftssprache.
Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisberges, denn Herr Nóbrega macht seit Jahren durch seine Forschungen auf dem Gebiet der europäischen Rechtsvergleichung auf sich aufmerksam, vor allem als Mitwirkender bei dem Draft Common Frame of Reference. Im Jahr 2010 erhielt er bereits den Europapreis vom ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Honorarprofessor Dr. Hans-Gert Pöttering (wir berichteten). Seitdem hat er unter anderem eine Deutsch-Lusitanische Tagung am ELSI organisiert und auch bei anderen Gelegenheiten zu dem oben erwähnten Gebiet vorgetragen, sowohl in Brasilien und Portugal, als auch in Deutschland. Hinzu kommen verschiedene Rezensionen zum portugiesischen und brasilianischen Recht, sowie Studien im Auftrag des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission. Vor kurzem gelang Herrn Nóbrega die Realisierung einer Erasmus-Partnerschaft zwischen der hoch angesehenen Rechtsfakultät der Universität Coimbra und dem hiesigen Fachbereich. Seit Beginn dieses Jahres betreut er auch das spanische Recht im Seminar zum Gemeineuropäischen Sachenrecht bei Professor Dr. Dr. h.c. mult. von Bar. Seine Zukunft sieht der Brasilianer weiterhin am ELSI, wo er sich als Teil eines sehr aktiven Teams junger und ambitionierter Wissenschaftler aus ganz Europa sichtlich wohl fühlt. Darüber hinaus hegt er ehrgeizige Ziele: "Ich möchte später die wissenschaftliche und institutionelle Zusammenarbeit zwischen Lateinamerika und Europa stärken". Wir freuen uns bereits!
Ein neuer Kommentar zur Wiener Vertragsrechtskonvention von 1969 ist im Springer-Verlag erschienen. Prof. Dr. Oliver Dörr, LL.M. (London), ist Mitherausgeber dieses Werkes, an dem insgesamt 12 Autoren aus Deutschland und Österreich beteiligt sind. Die Wiener Vertragsrechtskonvention zählt zu den wichtigsten Vertragswerken des Völkerrechts, sie enthält grundlegende Vorschriften u.a. darüber, wie völkerrechtliche Verträge geschlossen und beendet werden, wie sie auszulegen sind und unter welchen Voraussetzungen sie Geltungskraft entfalten. Der neue Kommentar soll nicht nur den wissenschaftlichen Diskurs beflügeln, sondern auch wertvolle Hilfen für die internationale Praxis leisten.
Im September 2010 fand an der Universität Osnabrück die Deutsch-Polnische Juristentagung "Deutschland und Polen in der europäischen Rechtsgemeinschaft" statt. Die Tagung wurde durch das European Legal Studies Institute und die Jan Dlugosz Universität Czestochowa (Polen) organisiert. Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin der Justiz, des Justizministers der Republik Polen und der Polnischen Rechtsanwaltskammer kamen über 120 Juristen aller Bereiche aus beiden Nationen, aber auch aus nahezu allen anderen europäischen Staaten zusammen, um den rechtswissenschaftlichen Diskurs in Europa zu vertiefen.
Der nun im Sellier-Verlag erschienene Tagungsband fasst die Ergebnisse dieser wichtigen Tagung zusammen, die sich dem deutschen und polnischen Vermögensrecht unter dem Einfluss der Europäischen Union sowie dem Familien- und Erbrecht der beiden Staaten widmete. Er wird herausgegeben von Professor Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar (Geschäftsführender Direktor des ELSI der Universität Osnabrück), Professor Dr. Arkadiusz Wudarski (Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder und Jan Dlugosz Universität Czestochowa) unter Mitarbeit von Mateusz Badowski (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am ELSI). Ihnen ist es gelungen, neben namhaften Professoren auch hochtalentierte Nachwuchswissenschaftler für das Werk zu gewinnen. Auf fast 800 Seiten werden aktuelle Beiträge mit rechtsvergleichendem Charakter von 37 Autoren präsentiert. Themenschwerpunkte bilden das europäische, deutsche und polnische Vertragsrecht, das außervertragliches Haftungsrecht, das Recht der Kreditsicherheiten sowie das Familien- und Erbrecht.
Mit dieser Themenvielfalt leistet der Tagungsband einen Beitrag zur Fortentwicklung der nationalen Rechtssysteme sowie zu deren europäischer Harmonisierung. Die Auseinandersetzung mit privatrechtlichen Fragen soll nicht mehr nur auf nationaler Ebene erfolgen, vielmehr gilt es, das Recht im europäischen Kontext als universales Wertesystem zu betrachten.
Das ganze Projekt wurde unter anderem aus den Mitteln der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit und der Alexander von Humboldt-Stiftung mitfinanziert.
Neuigkeiten aus dem vergangenen Jahr finden Sie ab sofort im News-Archiv 2011.
Dank der Initiative von Professor Dr. Thomas Groß, der gerade erst seine Tätigkeit am ELSI aufgenommen hat, ist die Universität Osnabrück nun Mitglied in der European Public Law Organisation (EPLO). Groß betonte, dass die EPLO eine der wichtigtsten Vereinigungen im öffentlichen Recht in Europa sei und und die Mitgliedschaft einen Prestigegewinn für die gesamte Universität bedeute. In diesem Zusammenhang ist für das kommende Jahr bereits eine Sommerakademie geplant, mit Schwerpunkten im europäischen Umweltrecht.




